Was ist ein Domainname und wie finde ich einen guten?

Was ist eine Domain?

Also zunächst mal ist eine Domain nichts anderes als eine Internetadresse. Diese folgt aber einem bestimmten Aufbau. Um dies besser zu veranschaulichen mal eine Grafik:

Internetadresse erklärt
Aufbau einer Internetadresse

Die Internetadresse (Uniform Ressource Locator = URL) besteht also aus folgenden Komponenten:

  • Protokoll (“https”): Das Protokoll dient zur Übermittlung der Dateien im HTML-Format. In diesem Fall ist es Hypertext Transfer Protocol Secure. was 2019 eigentlich Standard auf jeder Internetseite sein sollte.
  • Subdomain (“www”): Einige denken nun, ja moment mal da ist doch nur das altbekannte www. Allerdings handelt es sich hierbei eigentlich um nichts anderes als eine third level domain bzw sub level domain kurz: subdomain.
  • Domain (“benjamin-mylius”): Erst jetzt kommt der eigentliche Domainname, der (oh Achtung, nicht verwirren lassen) auch eigentlich eine Subdomain ist und zwar vom letzten Punkt in der Liste.
  • Top Level Domain (“de” TLD): Die Top Level Domains unterteilen das www (world wide web) in bestimmte Länder, Organisationen, Firmen o.ä. unterteilt. Dabei findet die Unterteilung auf verschiedene Arten statt. Entweder geografisch (de, at, ch, cn, to, io, …) oder thematisch (org, com, info, gov, club, ninja, …)

Jetzt wo geklärt ist, was eine Domain eigentlich ist kommen wir zum nächsten Schritt:

Wie finde ich nun den richtigen Domainnamen?

Für die Einen ist es selbstverständlich. Andere zerbrechen sich den Kopf darüber. Aber der Erfolg oder Misserfolg eines Projektes kann schon mit der Wahl des richtigen Domainnamens gestgelegt werden.

Die erste Frage die du dir stellen solltest ist: Was unterscheidet denn einen guten Domainnamen von einem schlechten Domainnamen?

Idealerweise ist dein Dommainname sehr leicht zu merken. Und das schlechteste was dir passieren kann ist, dass du den Domainnamen Googeln musst, weil du ihn dir nicht merken kannst oder er mit dem Inhalt nichts zu tun hat.

Lege deine Strategie fest

Gute Planung ist mehr als nur die halbe Miete, übereile also nichts, auch nicht bei der Registrierung deines Domainnamens

Bei der Wahl deines Domainnamens solltest du dir vorher darüber bewusst sein, was du eigentlich willst. Einen leicht merkbaren Brandnamen? oder einen keywordlastigen?

Beides hat seine Vor- und Nachteile. Das Aufbauen einer Marke erfordert sicherlich mehr Arbeit und Hirnschmalz, bietet aber längerfristig gesehen den Vorteil, dass du nicht auf ein einziges spezielles Thema festgelegt bist. Und auch die Merkbarkeit ist bei einem gut gewählten Brandnamen sichergestellt.

Wenn du einen keywordlastigen Domainnamen wählst, kann es sein, dass du dir einen Bonus beim ranken auf das gewünschte Keyword sicherst. Seit dem EMD (Exact Match Domain) Updates von Google 2012 sollen Keyworddomains aber nicht mehr ausschlaggebend für das Ranking einer Seite sein.

Ich persönlich präferiere allerdings immer Variante A. Da man Keywords, die man gerne für seine Domain hätte über Seiten und Beiträge ebenfalls abbilden kann.

TLD (Top-Level-Domain)

Hilft nicht bei der Suche, sieht aber hübsch aus

Sucht man einen Domainnamen, sollte man auch festlegen welche Top-Level-Domain verwendet wird. Bestimmte Top-Level-Domains genießen ein höheres Vertrauen als andere.

Wollt ihr eine Seite im deutschsprachigen Raum mit deutschsprachigen Inhalten betreiben wollen, so macht es keinen größeren Sinn eine .in oder .co.uk Domain zu registrieren.

Die Top-Level-Domain sollte zu eurer Unternehmung passen. Im o.G. Beispiel würde sich eine .de Domain also viel besser machen. Die “spitzenreiter” bei den TLDs sind zum einen Länderabhängig, also: .de .at .ch beispielsweise.

Es gibt aber auch internationalere Varianten wie .com .net oder .org.

Keyword domainname

Plant schon seit Ewigkeiten sein Projekt und feilt an dem Namen

Wie oben schon erwähnt gibt es die Möglichkeit das Hauptkeyword als Domainnamen zu nutzen. Dabei müsst ihr allerdings bedenken, dass die meisten Keywords bereits belegt sind. Sagen wir, ihr habt vor eine Friseurseite zu betreiben und wollt unbedingt auf das Keyword “Friseur” ranken.

Dann wäre die Anschaffung der Domain “friseur.de” gegebenenfalls Sinnvoll. Allerdings wurde diese schon von einer relativ kleinen Firma namens Wella registriert.

In diesem Fall werdet ihr versuchen müssen sinnvolle längere Domainnamen zu wählen und das Ganze mit Bindestrichen zu verknüpfen.

“guter-friseur.de”, “toller-friseur.de” oder “dein-friseur.de” z.B. aber leider sind die auch alle schon vergeben.

Bleib so nah wie Möglich an deinem Thema

Ihr versucht also euer Hauptkeyword im Domainnamen zu platzieren. Das ist in der Regel bei den meisten Themen überhaupt nicht so leicht. Also fangt ihr an und fügt Attribute hinzu. So bekommt ihr zwar nicht den direkten Domainnamen, aber immer noch eine Version, die mit eurem Unternehmen in Verbindung gebracht werden kann.

Dabei gilt es allerdings zu beachten: Je mehr Wörter in den Domainnamen kommen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, das der Name nicht mehr merkbar ist oder das ihr euch zu weit von eurem Wunschkeyword entfernt habt.

“da-friseur-schon-vergeben-war-nehm-ich-das-hier.de” wäre sogar noch frei, nur wie sinnvoll ist dieser Domainname jetzt noch?

Quelle: checkdomain.de

Domainname für lokale Suchmaschinenoptimierung

Lokal mit Charme – nicht nur in der Suchmaschinenoptimierung

Gehen wir mal davon aus, dass ihr euren Friseurladen ja nicht irgendwo in Deutschland habt, sondern an einem bestimmten Ort. Gerade, wenn ihr am Anfang eurer Coiffeurskarriere steht, werden die Leute auch nicht deutschlandweit zu euch anreisen. Wir stellen uns also vor, ihr habt euren Laden in Flinsberg eröffnet. Dann macht eine Kombination aus Hauptkeyword und Ort durchaus Sinn.

Also wäre die Domain “friseur-flinsberg.de” (ist übrigens noch frei) durchaus anzuraten.

Der Brand Domainname

Verliert auch mit der Zeit nicht an Wert – Der Brand Domainname

Es muss so gegen 2010 oder 2011 gewesen sein, als das Brandbuilding in aller Munde war. Jeder sollte “zum Brand” werden. Wie oben bereits schon erwähnt, ist der Markenaufbau durchaus Sinnvoll. Denkt man zum Beispiel mal an Mercedes oder Nike.

Stellt euch mal die Frage:”Wäre Mercedes weniger wert, wenn der Vorstand wechselt?” oder “Würden die Leute weniger Nike kaufen, wenn die Führungsriege getauscht wird?

Vermutlich nicht, denn die Marke bleibt die Marke. Eine Marke aufzubauen ist mit sehr viel Arbeit verbunden, aber die Lösung ist immer Nachhaltiger als der sogenannte Quick Shot. In meinem Fall z.B. heißt meine Domain nicht “der-geilste-suchmaschinenoptimierer.de” sonder schlicht und einfach “benjamin-mylius”. Das hat zwar nichts mit einer Marke zu tun, macht für mich aber mehr Sinn, weil es mein Name ist.